Warum ein Hospiz im Landkreis Göppingen?
Natürlich wünscht sich jeder Mensch, zu Hause, ohne zu leiden,
umsorgt und umpflegt von seinen Lieben und damit in Würde zu sterben. Die
Realität in der modernen Industriegesellschaft sieht jedoch anders aus: Der Tod
als natürlichste, weil unvermeidlichste, Sache der Welt wird weitgehend
verdrängt. Der Umgang mit Sterbenden wird in vielen Familien zu einer nicht zu
bewältigenden Last. In Österreich gibt es schon ein Gesetz, dass den Menschen
das Recht einräumt, zur Pflege ihrer todkranken Angehörigen weniger zu arbeiten,
ohne Nachteile zu erleiden.
90% der Menschen sterben heute in Krankenhäusern, zum Teil vernachlässigt von
ihren Angehörigen, unter teilweise entwürdigenden Umständen. Die demografische
Entwicklung sowie die weitere Erosion des Familienverbundes werden zu einer
dramatischen Verschlechterung der Situation führen. Es ist daher an der Zeit
Orte zu schaffen, die dem Tod einen Raum geben – auch im Landkreis Göppingen!
Für unheilbar Kranke gibt es Linderung, wenn auch keine nachhaltige Besserung.
Wo mit den Methoden der kurativen Medizin keine Heilung mehr möglich ist, kommt
die Zeit der palliativen Medizin, die Schmerzen lindert und ein Erleben der
letzten Tage in Würde ermöglicht. Je nach Erkrankung, Pflegebedürftigkeit und
familiärer Unterstützung bietet sich eine Behandlung zu Hause, unterstützt durch
ambulante Hospizdienste, an. Wo diese aber an ihre Grenzen stoßen, ist ein
stationäres Hospiz eine notwendige, Gesundheitskosten sparende, vor allem aber
sinnvolle und notwendige Ergänzung in der Versorgung der Bevölkerung. Der Verein
„Hospiz im Landkreis Göppingen“ tritt an die Bevölkerung heran, um mit Spenden,
aktiver Mitarbeit oder sonstiger Initiative mitzuhelfen, ein stationäres Hospiz
im Landkreis Göppingen zu bauen und zu betreiben.
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